Ich habe schon länger mit einem "Home-Roboter" geliebäugelt und mich auch schon lange mit den verschiedenen Sets befasst.
Mit "Home-Roboter" meine ich tatsächlich keinen Aibo-Hund, sondern die Bausätze, mit denen man einfach mal in die Materie einsteigen kann.

Sony's Aibo kann schon wirklich viel - kostet aber auch rund 5000 Euro... und kann nicht wirklich frei programmiert werden. Sonst natürlich ohne Frage einer der besten "Home-Roboter" schlechthin.
Interessanter ist eigentlich der Einstieg über die Baukästen von z.B. Lego mit dem Artikel "Mindstorm NXT" oder Fischer Technik mit dem "Robo Mobile" Bausatz.
Hier das Lego-Set:

Hier das Fischer Technik Set:

Beide Sets sind Bausätze mit denen man einen Roboter bauen kann und dann auch selbst programmieren kann. Lego setzt dabei auf die bewährte Legotechnik und so kann man eigentlich alle entsprechenden Teile auch miteinander verbauen. Noch dazu schaut der Roboter auch recht ansprechend aus - ein bischen wie #5-lebt - aber das ist ja ok.
Ich habe lange abgewägt, welches dieser Sets tatsächlich 250 Euro wert ist und bin auf verschiedene Vor- und Nachteile gekommen.
Das Lego-Set sieht gleich mal viel besser aus! Unglaublich, dass Fischertechnik anscheinend keinerlei Wert auf das äussere Erscheinungsbild gelegt hat. Aber das ist ja nur ein Aspekt - interessant ist, was da ja mit den Sets überhaupt machbar ist.
Lego hat eigentlich alle Möglichkeiten mit reingepackt - alle Sensoren sind vorhanden - da hat Fischer-Technik im Grundset eine wirklich spartanische Ausstattung mit nur einem Lichtsensor und einem Tastsensor. Besser wird das erst durch das Erweiterungsset "Mobile Explorer" - das nochmals 170 Euro kostet.
Damit wäre man eigentlich automatisch bei Lego gelandet, wenn nicht Fischertechnik in einem ganz bestimmten Punkt auftrumpfen würde. Bei Lego kann man tatsächlich nur 3 Motoren und 4 Sensoren anschliessen - dann ist Schluss und man müsste bestimmte Sachen weglassen, um dann noch mehr Inputmöglichkeiten zu nutzen. Bei Fischertechnik sind da bis zu 40 Sensoren möglich und auch der Programmierspeicher ist doppelt so gross, wie bei Lego.
Jetzt also die Crux fatalis. Man kann also für 230 Euro ein sehr gut aussehendes Set von Lego erhalten, wo schon viele Sensoren und Möglichkeiten enthalten sind, oder man kann auf das dann deutlich teuere Set von Fischertechnik ausweichen, das dann aber stolze 500 Euro wiegt.
500 Euro weil - "Robo Mobile" ca. 270 Euro + "Robo Explorer" 170 Euro + und das ist eigentlich eine Unverschämtheit - das Accu-Pack für ca 50 Euro (ohne dieses funktioniert erstmal gar nichts).
Jetzt muss man natürlich abwägen, was man möchte, aber für mich klang die offene Technik von Fischer Technik deutlich interessanter als das geschlossene System von Lego.
Letzt endlich bin ich dann zu einem grossen Elektronik-Fachhandel aus Oberfranken gegangen und wollte mich beraten lassen. Entschieden hatte ich mich für das Set von Fischertechnik. Dort konnte mich allerdings Keiner beraten und ich bin auch dort dann erst durch aufmerksames Lesen der Verpackung darauf aufmerksam geworden, dass ich auch noch ein 50-Euro-Akku-Set benötige. Danach habe ich die Verpackung öffnen lassen und war tatsächlich über die Teile erschrocken, da man wirklich keinerlei Wert auf Ästhetik gelegt hat und das ganze Set sehr lieblos aussieht. Unter dem Aspekt, dass ich also letztendlich 500 Euro ausgeben müsste um ein System zu haben, das eigentlich gar nichts hermacht, habe ich auch diese Kiste wieder an den netten Verkäufer übergeben und bin mit meinem Geld wieder aus diesem Markt gegangen.
Resumee:
Robotik ist sehr interessant und gerade die Programmierung eines autonomen Systems ein spannende Herausforderung. Die System auf dem Markt sind irgendwie alle noch nicht so richtig rund. Lego hat viele Features für einen Preis - ist aber eigentlich zu unflexibel und nicht offen genug.
Fischer Technik ist technisch besser, allerdings deutlich teurer und eher was für "Konstruktions-Minimalisten", die keinerlei Anspruch an das Äussere haben.
Ich würde sagen , dass Lego mit seiner nächsten Variante dann am Interessantesten sein wird, wenn sich die Produktentwickler dort mal ansehen, was die anderen so können.
Mal sehen, was sich da so tun wird - im Moment werde ich aber mal noch abwarten.
PS:
Es gibt natürlich auch noch andere Bausätze - z.B. von Graupner, aber da geht ja nur ein einziges Modell und das ist eigentlich auch sehr eingeschränkt.
EIn sehr guter Shop mit allen möglichen Modelle findet sich hier: www.robotstore.de

Links:
Microsoft hat eine kostenlose Roboter-Programmierumgebung rausgebracht:
Microsoft Robotics Studio
Und die Nasa gibt ebenfalls eine Entwicklungsumgebung frei:
Hier ein Bericht auf heise.de
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William Gibson hatte 1984 ein Buch geschrieben, dass durch die enthaltenen Visionen die Zukunft beeinflusste und ein eigenes Genre definierte: Neuromancer Ich möchte in diesem Teil meines Blogs die Themen aufnehmen, die im Bezug auf "Cyberspace" und "Cyberpunk" heute bereits möglich sind.