Archiv für: September 2007

19.09.07

Navigations-Sprachsteuerung in Fahrzeugen - Magellan legt vor

Permalink 14:31:47, Kategorien: allgemein  

Man kennt das ja von jedem Science Fiction (ausser Star Trek)... da kann der Pilot mit seiner Maschine/ seinem Raumschiff sprechen und der Bordcomputer - oftmals "Mutter" genannt - konnte dann alle Fragen beantworten. Natürlich auch in Sprachausgabe!

Ist ja auch naheliegend - die natürliche Sprache des Menschen ist eigentlich die beste Mensch-Maschine-Schnittstelle schlechthin. Umso überraschender ist ja eigentlich auch das langsame Vorankommen dieser Technik.

Die ersten Sprachsysteme zur Texteingabe kamen um die Jahrtausend-Wende auf den Markt und konnten aber nie richtig Fuß fassen. Die Genauigkeit war noch zu schlecht oder die Systeme einfach noch zu teuer für die Masse. Ich hatte mir damals auch eine Software gekauft... und weiss schon gar nicht mehr, wie sie eigentlich hiess, da sie auch nicht wirklich funktionierte und die Texteingabe deutlich länger dauerte als das einfach Tippen auf der Tastatur.

Hier ist aber eigentlich auch genau der Knackpunkt:
Wenn ich ein Terminal habe, das ich mit Tatstatur und Maus/ Touchscreen oder Trackball bedienen kann, dann sind die meisten Menschen ganz gut bedient und benötigen keine Sprachsteuerung. Sobald man jedoch dieses Interface wegnimmt wird es derzeit noch sehr unhandlich. Das beste Beispiel sind Handies - für SMS-Tippen mag es noch gehen, aber eine eMail möchte ich darüber wirklich nicht schreiben. Ein gutes Mittelmass haben dann die Smart Phones gefunden, die eine QWERTZ-Tastatur integriert haben. Zum Termin-Erfassen geht das - aber was ist mit einem Text oder Brief... den möchte da auch niemand schreiben.

Wenn man jetzt weitergeht und einmal die Bedienung von Maschinen ansieht, dann wird die Eingabe von komplexeren Informationen immer umständlicher - ein Beispiel sind die Navigationsgeräte, wo man dann eben Buchstabe für Buchstabe über einen "Link-Rechts-Oben-Unten"-Bedienung nutzen muss - das ist auch umständlich und nicht wirklich handlich. TOM-TOM hat dann z.B. Touch-Screens eingebaut, die die nächste logische Entwicklung darstellen. Die Eingabe wird da einfacher - wenn auch unbequem und unergonomisch und während der Fahrt schlichtweg gefährlich.

Umso interessanter, dass jetzt also endlich ein Hersteller eine Sprachgesteuerte Navigation auf den Markt bringt. Das ist Richtungsweisend und wir werden in Zukunft sicherlich mehr Systeme mit Sprachsteuerung sehen.

Hier ein Kurzbericht von Golem.de:

Magellan bringt Fahrzeug-Navi mit Sprachsteuerung

...

Via Spracherkennung soll das teuerste Modell der Reihe (Anm.: das Modell Maestro 4225) in der Lage sein, gesprochene Straßennamen zu verstehen und den Fahrer zum Ziel zu lotsen, dank Text-to-Speech kann das System dabei auch Straßenamen nennen. Etwas abgespeckt kommt das 4215 daher: Neben der Spracherkennung fehlt ihm jedoch TMC und Bluetooth.

...

Der Maestro 4225 soll 449,- Euro, kosten, den 4215 bekommt man für 329,- Euro, das Einsteigergerät 4200 soll für 279,- Euro in den Handel gelangen.

Und wenn man jetzt mal den Preis betrachtet, dann liegt diese überlegene Technik deutlich unter dem Preis eines eingebauten Navigations-System ab Werk...

Die Zukunft:
Mal sehen, was uns da die nahe Zukunft noch bringen wird - die Sprachschnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist sicherlich eine der interessantesten in der nahen Zukunft - noch dazu wenn es gepaart wird mit Location-Based Services...

"Auto - wo kann ich heute Abend in einer chilligen Kneipe einen guten Caipi trinken und Live-Musik geniessen... ?"

Die Antwort wäre sicherlich.... wen würde es wundern:
"Google empfiehlt heute den Strandclub - dort sind derzeit 3 ihrer Freund in einem Gespräch mit einem Gesprächspartner (nachdem Google Twitter geschluckt hat), der eine Stellenausschreibung im Internet hat (nachdem Google-Jobs online ist), die für Sie interessant sein könnte. Soll ich einen Platz am Tisch für Sie buchen und gleich noch ein ihrem Lieblingsessen entsprechendes 3-Gänge-Menü für 5 Minuten nach ihrer Ankunft dazu bestellen?"

So wird es einmal sein...

Suche

September 2007
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 < Aktuell > >>
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Cyberfactor

William Gibson hatte 1984 ein Buch geschrieben, dass durch die enthaltenen Visionen die Zukunft beeinflusste und ein eigenes Genre definierte: Neuromancer Ich möchte in diesem Teil meines Blogs die Themen aufnehmen, die im Bezug auf "Cyberspace" und "Cyberpunk" heute bereits möglich sind.

powered by
b2evolution