Archiv für: Mai 2007

29.05.07

Cyberwar.... als neue Art der Kriegsführung

Permalink 22:24:29, Kategorien: allgemein  

Ein interessanter Aspekt der Cyberpunk-Fiction war ja immer der Cyberspace. Bei Gibson hiess es tatsächlich Cyberspace - Stephenson hat daraus ein Metaverse gemacht.

In diesem Umfeld wurde ja auch immer der "Konsolen-Cowboy" beschrieben, also der Mensch, der sich mit einer erweiterten Mensch-Maschine-Schnittstelle in diesem Umfeld intuitiv und dadurch sehr schnell bewegen kann.

Diese "Konsolen-Cowboys" spielen im Cyberpunk eine sehr wichtige Rolle, da sie eben bestimmte Computersysteme lahmlegen und dadurch bestimmte Ziele durchsetzen.

Interessanterweise wird das schon seit 2000 auch als Cyberwar bezeichnet. In diesem Sinne geht es natürlich eher um grosse Ziele, wie z.B. ein Test der Stadt Berlin aufzeigen sollte. Dort hat man versucht, die städtische Stromversorgung durch einen Cyberangriff auf die Computersysteme lahmzulegen. Ein Bericht findet sich hier auf Golem:

Bundesregierung will Cyber-Krieg-Manöver durchführen

Szenario sieht Hackerangriff auf Berliner Stromversorgung vor

In der Bundesrepublik soll erstmals ein über das Internet geführter Krieg, der so genannte "Cyberwar", geprobt werden. Bei einem Planspiel, an dem sich auch das Bundesinnenministerium beteiligt, wollen Behörden und Großunternehmen noch in diesem Jahr nach US-amerikanischem Vorbild einen koordinierten Angriff auf deutsche Rechnersysteme simulieren...

Es ist leider nichts über die Ergebnisse bekannt, oder wie weit das Szenario getestet wurde.

Umso interessanter oder eben auch erschreckender ist ein aktueller Bericht auf www.Golem.de, dass sich die estnische Regierung als aktuelles Opfer eines Cyber-Kriegs mit Russland sieht:

Estnischer Regierungschef: An uns wird Cyber-Krieg getestet

Der estnische Ministerpräsident Andrus Ansip sieht sein Land russischen Angriffen ausgesetzt - nicht in Form militärischer Gewalt sondern durch elektronische Attacken. "In Estland wurde das Modell eines neuen Cyber-Krieges getestet", sagte Ansip dem Tagesspiegel....

Der restliche Bericht findet sich hier...

Ich bin tatsächlich in letzter Zeit schon über mehrere Berichte gestolpert, die solche Szenarien als sehr real ansehen und auch darauf verweisen, dass bestimmte Länder eigens "Cyber-Squads" für solche Einsätze ausbilden. China scheint da auch sehr aktiv zu sein und bei den US-Streitkräften ist das ja mit Carnivore eigentlich auch schon bekannt.

Auch das Thema Cyberspionage ist natürlich in dem Bereich anzusiedeln und die grössten Anstrengungen betreiben dabei natürlich auch wieder die US-Regierung mit ihren Geheimdiensten:

Carnivore auf Wikipedia:

Das Projekt Carnivore (lat. Fleischfresser) ist ein äußerst kontroverses Projekt des amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI), dessen Ziel die Überwachung des Mail- und Onlineverhaltens von Internet-Usern auf kriminelle Aktivitäten ist.

und natürlich Echolon (auf Wikipedia):

Echelon ist der Name eines Spionagenetzes. Die Staaten USA, Vereinigtes Königreich (UK), Kanada, Australien und Neuseeland sind daran beteiligt.

Echelon war zunächst nur dazu gedacht, die militärische und diplomatische Kommunikation der Sowjetunion und ihrer Verbündeten abzuhören. Heute wird das System angeblich zur Suche nach terroristischen Verschwörungen, Aufdeckungen im Bereich Drogenhandel und als politischer und diplomatischer Nachrichtendienst benutzt. Seit Ende des Kalten Krieges dient dieses System auch der Wirtschaftsspionage.

hier sind noch Berichte zu Echolon bei heise.de zu finden.

Hier noch ein paar weitere Berichte rund um das Thema "militärische Hacker":
China-Hacker zwingen US-Behörde in die Knie

China-Hacker in US-Computern

FBI warnt vor chinesischen Hacker-Attacken

Wieder ein Punkt, wo die beiden Autoren recht hatten... erschreckend existent....

PS:
Auch Second Life ist vor solchen oder ähnlichen Angriffen nicht gefeit, wie der Fersehsender ABC feststellen musste: Vandals 'bomb' ABC Island

21.05.07

Die 10 giftigsten Orte der Welt

Permalink 21:15:48, Kategorien: allgemein  

"Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war."

Auf diese Weise hat William Gibson 1984 seinen Roman Neuromancer begonnen und damit ja das Genre "Cyberpunk" überhaupt erst zum Leben erweckt... damals war die Umweltverschmutzung einer der Punkte, die Cyberpunk definierten. Wie in Los Angeles schon vor 15 Jahren mittags keine Sonne durch den Smog zu sehen war, sollte es in allen Metropolen der Welt sein.

Es scheint, dass Gibson auch in diesem Punkt nicht so fern der Realität war - wie jetzt eine Bilderserie bei n-tv zeigt: "Die verseuchtesten Orte der Erde"

Sollte man sich auf jeden Fall mal ansehen - demnach sind China und Russland, nicht ganz unerwartet die grössten Verpester, die der Bevölkerung einfach unmessbares Leid aufbürden... gerade bei den Massen an Billigprodukten aus China muss man sich schon fragen, ob man das noch verantworten kann - immerhin wird der billige Preis und das Wachstum über das Wohlergehen von Menschen erkauft.

03.05.07

Warum noch Immobilien in Hamburg kaufen oder was sonst noch bei der globalen Erwärmung auf uns zukommt....

Permalink 21:27:54, Kategorien: allgemein  

Es ist eigentlich nur ein Thema am Rande - die Autoren William Gibson und Neal Stephenson haben zwar immer schon eine äusserst hohe Umweltbelastung in ihren Romanen Snowcrash und Neuromancer gehabt - interessanterweise aber nie an die Polarschmelze gedacht...

Genau das steht uns jetzt aber bevor... die globale Erwärmung wird den Meeresspiegel ansteigen lassen. Die genaue Meter-Angabe ist dabei wohl auch eher Spekulation - wird aber schon einige Meter beinhalten - Greenpeace und andere Quellen sprechen von bis zu 7 Metern.

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Cyberfactor

William Gibson hatte 1984 ein Buch geschrieben, dass durch die enthaltenen Visionen die Zukunft beeinflusste und ein eigenes Genre definierte: Neuromancer Ich möchte in diesem Teil meines Blogs die Themen aufnehmen, die im Bezug auf "Cyberspace" und "Cyberpunk" heute bereits möglich sind.

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