Vor einiger Zeit hatte ich diesen Bericht bei Golem.de gefunden:
Ferngesteuerte Brieftaube per Elektroschock
Hier der Bericht:
Chinesische Wissenschaftler lassen Vogel nach rechts und links fliegen
Chinesischen Wissenschaftlern soll es nach eigenen Angaben gelungen sein, eine Taube fernzusteuern. Dies meldet der chinesische Nachrichtendienst Xinhua online. Die Forscher haben dem Tier Mikroelektroden eingepflanzt und damit verschiedene Gehirnregionen stimuliert.
Das Robot Engineering Technology Research Center der Shandong University of Science and Technology gibt an, sie hätten über die Elektroden Einfluss auf die Flugrichtung nehmen und die Tauben nach rechts, links, hoch oder runter schicken können, wie Xinhua berichtet.
Die Elektroimplantate würden dabei unterschiedliche Zellgegenden im Hirn des Vogels stimulieren, je nachdem, welche Signale die Wissenschaftler von ihrem Computer ausgesendet haben. Die Signale glichen dabei sehr den Nervenerregungen, die der Körper selbst nutzt, um Bewegungen zu kontrollieren.
Es soll das erste erfolgreiche Experiment bei einem Vogel sein, sagte Forschungsleiter Su Xuecheng. Nun möchten die Forscher das Verfahren weiterentwickeln und hoffen auf praktische Einsatzgebiete in der Zukunft. Wie die aussehen könnten, dazu machten die Chinesen jedoch keine Angaben.
Bereits 2005 hatte Su ähnliche Experimente bei Mäusen erfolgreich durchgeführt. (yg)
Ist doch unglaublich, was Menschen anderen Kreaturen antun können - abartig. Und das nur, um etwas bewesien zu können.
Es passt allerdings ja genau zum Thema Cyberfactor - wieder eine neue "Mensch-Maschine-Schnittstelle" entdeckt. Genau darüber haben William Gibson und Neal Stephenson gesprochen, wenn Sie von "Rigging"(dem Steuern von Fahrzeugen per Nervenimpuls) und dem Cyberdeck-Plug-In (dem Einstieg ins WWW mit Gedfankenimpulsen) gesprochen haben. Es werden Nervenimpulse ans Gehirn weitergegeben und abgenommen.
Für das US-Militär wäre es sicherlich ein Traum, wenn die eigenen Piloten diesen Nerveninput in Fahrzeuge geben könnten - ginge schneller und der "Remote-Pilot" (also vom Vehikel entfernt) könnte deutlich mehr aufnehmen als nur durch einen Bildschirm.
Aber - das ist gefährlich und wie man an der Taube sehen kann, sind die Möglichkeiten zur Manipulation schon erheblich...
Ich finde es erschreckend...
Bei heise habe ich einen Beitrag gefunden, dass es jetzt also Wissenschaftler geschafft haben, einen Roboter im Körper eines Menschen zu steuern:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/87079
Folgender Bericht stammt von heise.de:
Kanadische Wissenschaftler vom NanoRobotics Laboratory[1] der École Polytechnique de Montréal haben erstmals einen Prototyp für einen medizinischen Nanoroboter in die Halsarterie eines lebenden Schweines einführen und mittels eines MRI-Systems (Magnetresonanztomographie) bewegen und steuern[2] können ("Automatic navigation of an untethered device in the artery of a living animal using a conventional clinical magnetic resonance imaging system", Applied Physics Letters[3], vol. 90, no. 11, March 12, 2007). Dabei handelte es sich um ein ferromagnetisches Kügelchen mit einem Durchmesser von 1,5 mm und einem Gewicht von 0,0136 g, das sich mit einer Geschwindigkeit von 10 cm/s zielgerichtet bewegen ließ.
"Die Einführung und Steuerung von Nanorobotern im menschlichen Körper, der fast 100.000 km an Adern enthält, ist ein vielversprechender Weg", so Teamleiter Sylvain Martel. Damit könne man an bislang unzugängliche Orte im Körper gelangen. Im NanoRobotics Laboratory wird daran gearbeitet, die Roboter weiter zu verkleinern und unterschiedliche Typen von Mikro- und Nanogeräten zu entwickeln, die beispielsweise Medikamente zu Tumoren bringen oder mit Biosensoren Diagnosen erstellen können.
Die Vorstellung von winzigen Robotern, die durch den Körper gesteuert werden, um diesen zu erkunden oder Tätigkeiten auszuführen, ist zwar schon einige Jahrzehnte alt. Bislang aber ist es noch nicht gelungen, sie tief im Körper navigieren zu können. Die von den kanadischen Wissenschaftlern vorgeschlagene Verwendung von herkömmlichen MRI-Systemen zum Detektieren, Antreiben und Steuern von Nano- oder Mikrorobotern in Körpern könnte ein wichtiger erster Schritt dazu sein. Zumindest in größeren Blutbahnen kann die mit dem MRI mögliche räumliche Kodierung durch drei Gradienten auch eine dreidimensional ausgerichtete magnetische Kraft erzeugen, die ausreicht, um ein kleines ferromagnetisches Objekt in Echtzeit mit großer Genauigkeit zu bewegen. Nach Ansicht der Wissenschaftler wäre dies auch bei noch kleineren Robotern möglich.
Das Unternehmen nennt sich:
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Hier noch der Link:
http://wiki.polymtl.ca/nano/index.php/NanoRobotics_Laboratory
Ist natürlich so eine Sache - einerseits kann man damit bestimmt viele medizinische Anwendungen definieren - gerade der Abbau von Cholesterin soll ja sehr gut funktionieren.
Allerdings ist das aber ja auch beängstigend - immerhin kann man das auch als "Zwang" einsetzen und damit von aussen ein Druckmittel haben.
In diesem Zusammenhang bin ich auf eine Geschichte gestossen, die ich mal noch recherchieren möchte.
Ein Bekannter hat mir erzählt, dass bereits in den 80er und 90er Jahre in Russland Alkohol-kranken Menschen anscheinend eine Kapsel in der Leber implantiert wurde, die bei einem weiteren Alkohol-Genuss sich auflöst und dann starke Nebenwirkungen hervorbringt.
Was daran ist - keine Ahnung - aber denkbar ist das natürlich.
Wieder ein Schritt mehr in Richtung "Cyberware".
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William Gibson hatte 1984 ein Buch geschrieben, dass durch die enthaltenen Visionen die Zukunft beeinflusste und ein eigenes Genre definierte: Neuromancer Ich möchte in diesem Teil meines Blogs die Themen aufnehmen, die im Bezug auf "Cyberspace" und "Cyberpunk" heute bereits möglich sind.