Google Text & Tabellen sind die von Google kostenlos angebotenen Text- und Tabellenverarbeitungs-Anwendungen, die sich auch offen als Alternative zu den Lösungen von Microsoft positionieren. Auf meinen Seminaren habe ich eigentlich auch immer gute Ressonaz zu den Möglichkeiten und dem Funktionsumfang der Online-Versionen erhalten. Das Ganze funktioniert einfach und schnell.
Einen Minus-Punkt haben die Anwendungen von Google leider immer kassieren müssen (neben der typischen.... dann liegt es aber ja bei Google) - nämlich die Tatsache, dass man immer eine Online-Verbindung haben muss, um die eigenen Dokumente zu sehen und bearbeiten zu können.
Das soll sich in den nächsten Wochen ändern, denn die Online-Anwendungen werden demnächst offline nutzbar sein.
Damit wäre dann das Thema Verfügbarkeit eigentlich erledigt und die kostenlosen Google-Anwendungen können zu einer echten Alternative für eine Vielzahl der Anwender werden.
Im Moment geht es anscheinend erstmal nur mit Google Docs und dann auch nur mit Dokumenten, die man online angelegt hat - aber es sind die ersten Funktionen, die sicherlich zeitnah erweitert werden.
Klar für Power-User und Software-Entwickler ist das natürlich keine Alternative, aber Microsoft wird wieder einmal mehr den eisigen Atem von Google spüren.
Weitere Informationen:
Die Technik dahinter - Google Gears
Na ja - eine reisserische Überschrift macht noch keine Aussage... aber im Thema VR habe ich den Eindruck, dass die "Phase der Skepsis" jetzt von der Konsolidierung der Technologie abgelöst wird. Interessanter Weise genau das, was auch der Gartner Hypecycle ja so auch prognostiziert hat.
Das Virtual Reality präsent bleibt und in Zukunft eine Technologie bleibt, die einen konkreten Anwendungszweck und nutzen bringen wird, kann man unter Anderem an folgenden Facts erkennen.
Twinity von Metaversum:
Metaversum ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin, dass seit 2006 eine eigene Technologie für virtuelle Realitäten entwickelt. Im Moment ist die Plattform in einer Beta-Version online und man kann die ersten Funktionen schon nutzen. Das Unternehmen ist zu einem guten Teil durch Venture-Capital finanziert und hat diese Woche eine neue Investition durch Balderton Capital erhalten, was auf jeden Fall dafür spricht, dass hier in Zukunft ein Markt vorhanden sein wird.
Mir gefällt an Twinity vor Allem der Ansatz, dass eine enge Verknüpfung zwischen Realität und Virtueller Realität stattfinden soll, da nur damit ein wirklicher Mehrwert für die Anwender entstehen kann. Alles Andere ist eher ein Computerspiel und eigentlich auch der Knackpunkt an einer Plattform, wie Sony Home.
Twinity will Menschen aus der Realität mit einem eindeutigen Bezug zu einem realen Event bzw. einer realen Organisation in Verbidnung bringen und sieht sich selbst eher als Ergänzung, denn als eigene losgelöste Plattform. Sony Home möchte Spieler zu virtuellen Communities zusammenführen, die dann auch leichter in ein gemeinsames Spiel einsteigen können. Für die Zielgruppe der PS3 - eben die Gamer - ist das der richtige Ansatz - für reale Geschehnisse und Business in der echten Welt nicht ganz passen.
Aus diesem Grund sehe ich gerade in einer Plattform, wie Twinity auch ein grössere Bedeutung, als in Plattformen wie Home. Interessant wird es werden, welcher VR-Anbieter als erstes die Kosolen einbindet - Wii, XBOX 360 oder PS3. Da schläft natürlich schon auch ein riesen Potenzial, da diese Konsolen ja mittlerweile sehr verbreitet sind und aus dem Wohnzimmer heraus bedient werden können.
Ein gutes Interview von Dr. Mirko Caspar (CMO bei Twinity) gibt es hier...
In dem Zuge bin ich auch noch auf einen interessanten Bericht über Ray Kurzweil gestossen. Ich habe von ihm auch schon ein Buch gelesen und war sehr begeistert.
Auf Golem findet sich ein Interview, wo mich besonders ein Absatz mit einem "Ja-genau"-Feeling getroffen hat...
Seinen GDC-Vortrag (Anm: Games Developer Conference) begann Ray Kurzweil mit einigen schmissigen Formulierungen der Sorte "KI ist echte Intelligenz und virtuelle Realität ist echte Realität!". Ein Telefonat sei vergleichbar mit dem Treffen von Online-Avataren. Denn schließlich käme niemand darauf, eine per Telefon getätigte Absprache als "virtuell" abzutun. Die Menschen würden immer mehr Zeit in virtuellen Welten verbringen und Spiele würden immer mehr zu "voll-immersiven" Angelegenheiten werden.

Ja-genau! Man trifft in VR reale Menschen und macht reale Absprachen - damit ist es eigentlich nur eine Erweiterung der "Präsenzverschiebung" beim Telefonieren. Aber eben auch erweitert um weitere Möglichkeiten. Das ist auch der Business-Ansatz.
Interessant finde ich auch die folgenden Aussagen:
Bereits 2010 können laut Kurzweil Bilder direkt auf die Retina projiziert werden, gleichzeitig gäbe es dann eine ständige, räumlich unbegrenzte Breitbandanbindung ans Internet. Elektronik werde ab 2010 so klein werden, dass sie in unserer Kleidung, in Brillen etc. untergebracht werden kann. Damit begännen die Computer unsichtbar zu werden bzw. zu "verschwinden" und damit könne das vollständige Eintauchen in audio-visuelle virtuelle Welten Realität werden. Damit werde auch die Kommunikation über virtuelle Avatare wie bei Massively Multiplayer Online Games oder Second Life ab 2010 zu einer der Hauptformen menschlicher Kommunikation.
Gerade für die Anwendungen Augmented Reality sehe ich da einen grossen Nutzen. Wozu noch ein Navigationssystem mit Bildschirm haben , wenn doch der Richtungspfeil direkt in mein Blickfeld (auf meine Brille oder die Netzhaut) projeziert werden kann?

Quelle: Siemens Fahrtechnik
Ich sehe da auch eine Verschmelzung zwischen VR-AR und der Realität. Wenn Gebäude in VR nachgebaut werden, kann man die Realität um Informationen erweitern. Also wäre dann die AR-Technologie die "Kopplung" zwischen einer real nachgebauten Realität in einer virtuellen Plattform. Da gibt es sicherlich Einstzzwecke in z.B. Navigationssystemen innerhalb Gebäuden, wie z.B. Flughäfen oder auch Museen.
Und die klassische AR-Anwendung in z.B. der Industrie kann sicherlich nicht mehr ernsthaft bestritten werden:

Quelle: Uni Paderborn
Eins ist sicher - das Ganze bleibt spannend... (und William Gibson hatte tatsächlich Recht...)
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